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| Dreimal Bronze und drei Honourable Mentions für die Schweiz |
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| Erfreuliche Schweizer Bilanz an der 51. Internationalen Mathematik-Olympiade |
An der 51. Internationalen Mathematik-Olympiade in Kasachstan gewannen Jürg Bachmann aus Mönchaltdorf (ZH), Clemens Pohle aus Kirchdorf (AG) und Pascal Su aus Rohr (AG) je eine Bronzemedaille. Weiter wurden Raphael Schuhmacher aus Engelburg (SG), Lukas Brun aus Horw (LU) und Nikola Djokic aus Luzern mit einer Honourable Mention ausgezeichnet. Damit errang die Schweizer Delegation die drittbeste je erreichte Resultatebilanz.
Die 51. Internationale Mathematik-Olympiade (IMO) gab aus Schweizer Sicht in mehrfacher Hinsicht Anlass zum Feiern: An der 20. Teilnahme des Schweizer Teams gewannen Jürg Bachmann (Kantonsschule Zürcher Oberland, Wetzikon, ZH), Clemens Pohle (Kantons-schule Wettingen, AG) und Pascal Su (Alte Kantonsschule Aargau, AG) je eine Bronzemedaille für die Schweizer Delegation. Dieser grosse Erfolg wurde noch verschönert durch den Gewinn von drei Honourable Mentions durch Raphael Schuhmacher (Kantonsschule Burggraben, SG), Lukas Brun und Nikola Djokic (beide Kantonsschule Alpenquai, LU). Damit erreichte das Schweizer Team sein drittbestes Resultat und kam im Ländervergleich auf den guten 39. Schlussrang von insgesamt 98 teilnehmenden Ländern. Nikola Djokic war zudem nicht nur an der Mathematik-Olympiade erfolgreich: zwei Tage nach seinem Erfolg in Kasachstan reiste der Luzerner Olympionike an die Zentraleuropäische Informatik-Olympiade in Košice (Slowakei) weiter und löste dort anspruchsvolle Informatik-Probleme.
Komplexe Herausforderungen
Die Teilnahme an einer Mathematik-Olympiade bedeutet für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Lösen komplexer Aufgaben, die jenseits des Mittelschulstoffes angesiedelt sind. An zwei Halbtagen mussten je drei Aufgaben auf höchstem Niveau gelöst werden, wofür jeweils viereinhalb Stunden zur Verfügung standen. Besonders gut schnitt das Schweizer Team bei der Aufgabe ab, bei der die Frage beantwortet werden musste, ob es mittels lediglich zwei erlaubter Operationen möglich ist, dass von sechs Behältern, in denen anfänglich je eine Münze ist, am Schluss die ersten fünf Behälter leer sind und der sechste 2010 hoch 2010 hoch 2010 Münzen enthält. Das für Nichtmathematiker unerwartete Resultat lautet ja. Diese Zahl ist fast unvorstellbar gross: Das Universum enthält geschätzte 201030 Atome. Die jungen Schweizer Mathematiktalente lösten diese anspruchsvolle Aufgabe mit Bravour und besser als die meisten anderen Teams und erzielten das siebtbeste Resultat bei dieser Aufgabe. .
Fermentierte Pferdemilch und andere lokale Spezialitäten
Da an einer Mathematik-Olympiade neben dem Lösen der olympischen Mathematikaufgaben auch stets Exkursionen auf dem Programm stehen, hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit Land und Leute einer wenig bekannten Nation kennenzulernen. Die kasachische Hauptstadt Astana ist ein faszinierendes Beispiel für eine in kurzer Zeit geplante und gebaute Hauptstadt. Ebenso eindrücklich waren Präsentationen kultureller Darbietungen und die Degustation lokaler kulinarischer Spezialitäten. Anna Devic, die als erfahrene Delegationsleiterin der Schweizer Mathematik-Olympiaden schon einiges gesehen hat, fand das aufgetischte Beshbarmak – gesottenes Lamm mit Kopf – wie auch die fermentierte Pferdemilch „erstaunlich gut“. Solche und ähnliche Erfahrungen machen eine Teilnahme für die jungen Mathematiktalente zum wahren olympischen Erlebnis, bei dem nicht nur der friedliche Wettbewerb mit den anderen Nationen sondern auch der kulturelle Austausch gross geschrieben wird.
Die Internationale Mathematik-Olympiade (IMO) ist ein Wettbewerb für Jugendliche unter 20 Jahren. Beteiligt sind 104 Länder, die maximal 6 Teilnehmer stellen dürfen. Die Olympiade richtet sich an begabte Schülerinnen und Schüler, die ergänzend zum Schulstoff weitere Herausforderungen suchen. Gestellt werden Aufgaben aus den Themenbereichen Algebra, Geometrie, Kombinatorik und Zahlentheorie. Die Probleme werden gezielt so ausgewählt, dass für deren Lösung kein grosses Vorwissen, sondern gute Ideen und mathematisches Geschick benötigt werden. Dadurch wird die Kreativität beim Finden von Lösungsansätzen gefördert. 2010 waren 517 Jugendliche aus 98 Nationen am Start. Aus dem Ziel ein möglichst gutes Resultat an der Internationalen Mathematik-Olympiade IMO zu erreichen, ist vor einigen Jahren die Schweizer Mathematik-Olympiade imosuisse entstanden. Den Organisatoren - Doktorierende und Studierende, die selbst einmal teilgenommen haben - ist es ein grosses Anliegen, junge, mathematisch begabte Schülerinnen und Schüler zu fördern. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, ihr Talent zu nutzen und sich mit Gleichgesinnten vorzubereiten und zu messen.
An den Vorbereitungsanlässen und im Lager lernen sie viele andere Jugendliche kennen, mit denen sie ihre Freude an der Mathematik teilen können. Um den Nachwuchs zu fördern beteiligt sich imosuisse seit 2007 auch an der Mitteleuropäischen Mathematik-Olympiade (MEMO).
Weitere nationale und internationale Olympiaden finden in den Disziplinen Biologie, Chemie, Informatik und Physik statt. Im Rahmen des Verbands Schweizer Wissenschafts-Olympiaden gibt es Austausch und Zusammenarbeit unter den verschiedenen Disziplinen sowie alljährlich einen öffentlichen interdisziplinären Anlass, den Swiss Scientific Olympiads Day.
Austragungsort IMO 2011: Amsterdam.
Start: Schweizer Mathematik-Olympiade: November 2010 in regionalen Vorbereitungsgruppen in Zürich, Lausanne und im Tessin.
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