Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden admin
Association des Olympiades Scientifiques Suisses
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Geschichte
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Die Wissenschafts-Olympiaden gehen auf Schülerwettbewerbe in Zentraleuropa zurück. Dank der Ermutigung der UNESCO und dem Engagement einiger Pioniere weitete sich der Teilnehmerkreis aus und umfasst heute alle fünf Kontinente – teilweise über 100 Länder. Die erste internationale Wissenschafts-Olympiade fand 1959 in Mathematik statt. Physikwettbewerbe wurden erstmals 1967 durchgeführt. 1968 folgte die Chemie, 1989 die Informatik, 1990 die Biologie, 1993 die Philosophie, 1996 die Astronomie und die Geographie sowie 2003 die Linguistik.

Das Ziel dieser Olympiaden ist die Herausforderung und Ermutigung wissenschaftlich interessierter und begabter Mittelschülerinnen und -schüler. Gleichzeitig sollen internationale und interkulturelle Beziehungen gefördert werden. Die Schweiz als neutrales Land wurde bereits früh zur Teilnahme eingeladen.


In der Schweiz

In der Schweiz werden gegenwärtig die Disziplinen Biologie, Chemie, Geografie, Informatik, Mathematik, Philosophie und Physik als Olympiaden durchgeführt:

1987 - Chemie
1987 stellte der damalige Präsident der Schweizer Biologie- und Chemie Unterrichtenden, Maurice Cosandey, ein erstes Chemie-Team zusammen, das aus der Westschweiz kam. Bald meldeten sich auch Teilnehmende aus der übrigen Schweiz und die Organisatoren intensivierten das Training, denn die Erkenntnis wuchs schnell, dass die Schweizer Mittelschüler zwar breit ausgebildet sind, aber in den einzelnen Fächern mit der internationalen Konkurrenz nur durch gezielte Vorbereitung mithalten konnten.

1991 - Mathematik
Auf Initiative der Mittelschülerin Bea Wollenmann vertrat 1991 ein erstes Mathematik-Team die Schweiz. Mehrere Jahre lang leitete sie die Schweizer Delegationen. Ihre Nachfolger professionalisierten die Vorbereitung, erarbeiteten systematische Skripts und Unterlagen und weiteten die Teilnahme auf alle Landesteile aus.

1992 - Informatik
Die Informatik-Olympiade folgte 1992. Sehr früh nutzen die Informatiker das Internet für e-Learning. Auch ein grosser Teil der Vorbereitung und des Knowledge-Managements unter den Organisatoren erfolgt elektronisch. Schon fast traditionell ist der Trainingstag bei IBM.

1993 - Koordinationsstelle
Eine erste Zusammenarbeit unter den verschiedenen Wissenschafts-Olympiaden regte 1993 bereits Claire von Wyss aus Bern an. Als Koordinatorin konnte sie manch eine Tür öffnen. Der interne Wissensaustausch verhalf auch den neuhinzugekommenen Olympiaden zum Erfolg. 2001 löste Alfredo Mastrocola Claire von Wyss ab und führte die Koordinationsstelle bis 2004.

1995 - Physik
Das erste Physik-Team stand 1995 bereit, mit organisatorischen Wurzeln im Tessin bei Giorgio Häusermann und dank der Unterstützung der Koordinationsstelle in Bern. Das Training erfolgte oft an der Alten Kantonsschule Aarau – im Einsteinjahr sogar mit einem Blick auf die Relativitätstheorie. Als Organisatoren amten Personen mit Lehrtätigkeit und ehemalige Teilnehmer.

1999 - Biologie
Zwei Passionierte für Biologie, der Student Thomas Braschler und der Gymnasiast Daniel Wegmann, gründeten im Jahr 1999 die Schweizer Biologie-Olympiade SBO. Sie ist derzeit die grösste schweizerische Wissenschafts-Olympiade. Neben der Vorbereitung für die Olympiaden ist es der SBO ein Anliegen, möglichst vielen Jugendlichen einen Einblick in die Biologie zu geben.

2004 - Der Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden
Im Jahr 2004 gründeten die fünf Olympiaden-Vereine der Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik gemeinsam den Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden (VSWO). An der Universität Bern konnte eine ständige Geschäftsstelle eingerichtet werden. Das Präsidium des Verbands übernahm Daniel Wegmann. Die Geschäftsführung besorgte Claudia Appenzeller.

Von 2008 bis 2010 war Reto Locher Präsident des VSWO, seit 2011 ist Johannes Josi Präsident, die Geschäftsführung besorgte von 2010 bis 2014 Marlis Zbinden. Seither teilen sich Irène Steinegger-Meier und Marco Gerber die Leitung der Geschäftsstelle.

2006 - Philosophie
Auf Initiative von Jonas Pfister nahm im Jahr 2006 zum ersten Mal ein Team aus der Schweiz teil. 2011 wurde ein Assoziationsvertrag mit dem Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden unterschrieben. 2015 wurde der Verein als ordentliches Mitglied aufgenommen.

2012 – 6th Middle European Mathematical Olympiad MEMO in Solothurn
Mit der MEMO 2012 in Solothurn fand erstmals eine Internationale Wissenschafts-Olympiade in der Schweiz statt. Mit Unterstützung des VSWO organisierte der Verein der Schweizer Mathematik-Olympiade imosuisse weitgehend selbständig diesen anspruchsvollen Anlass und begrüsste rund 60 junge Mathematiktalente aus 10 Ländern Europas vom 06. – 12. September in der Ambassadorenstadt.

2013 – 24th International Biology Olympiad IBO 2013 in Bern
Der Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden VSWO, sein Mitgliedverein ibo|suisse und die Universität Bern als Gastgeber durften rund 550 Teilnehmende aus 64 Ländern an der 24. Internationalen Biologie-Olympiade IBO 2013 in Bern willkommen heissen. Die besten internationalen Biologie-Nachwuchstalente massen sich vom 14. – 21. Juli während einer intensiven Woche in diesem hochstehenden Wettbewerb, tauschten sich aus und lernten die Schweiz und die lokale Kultur kennen. Der VSWO und die Universität Bern traten dabei als Co-Organisatoren der IBO 2013 auf.

2015 - Geografie
Engagierte Geografie-Lehrpersonen gründeten den Verein SwissGeOlymp im Jahre 2014. Bereits im Folgejahr starteten sie in ehrenamtlicher Arbeit die erste Vorausscheidung der Schweizer Geografie-Olympiade und bereiteten somit den Weg an die Internationale Geografie-Olympiade iGeo vor. 2015 wurde SwissGeOlymp von der Vereinsversammlung des VSWO als assoziiertes Mitglied aufgenommen.

2016 – 47th International Physics Olympiad IPhO 2016 in Zürich
Vom 11. - 17. Juli 2016 trafen sich 400 Mittelschülerinnen und Mittelschüler aus 84 Ländern in Zürich. Sie widmeten sich ihrem Lieblingsfach Physik, wetteiferten auf Olympia-Niveau um Medaillen und tauschten sich über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg aus. Der Verein SwissPhO und der VSWO organisierten den Anlass zusammen mit der Universität Zürich und dem Fürstentum Liechtenstein.

Im Sommer 2016 nahm zum ersten Mal ein Schweizer Team an einer Internationalen Geo-grafie-Olympiade (iGeo) teil. Der Verein SwissGeOlymp wurde im Herbst 2016 von der Vereinsversammlung des VSWO als ordentliches Mitglied aufgenommen.